Georg-Elser-Initiative Bremen e.V. > Krieg, Desertion und Kriegsdienstverweigerung

Denkmale für Deserteure

Außerparlamentarische Debatten, Initiativen, neue Forschung, Denkmale

Überblick über den Beginn der außerparlamentarischen Aktivitäten von „Deserteursinitiativen“
Entsprechende Initiativen entstanden u.a. 1981 in Kassel und 1983 in Bremen. Die Thematisierung der Desertion begann in Kassel bereits 1978 innerhalb eines radikalpazifistischen, linkshumanistischen und grün-alternativen Spektrums 1981 gab das Kasseler Stadtparlament auf Antrag der GRÜNEN eine Dokumentation zu dem Thema in Auftrag, die 1984 von dem Politikprofessor Kammler vorgelegt wurde.

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Kriegsdienstverweigerung in der EU

Kriegsdienstverweigerung in der EU

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Desertion in der Literatur


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Norbert Mecklenburg: Deserteure in der Literatur

Norbert Mecklenburg
Hilfloser Antimilitarismus?
Deserteure in der Literatur
In allen zu Krieg gerüsteten Staaten mit Strafe bedroht und von der jeweils herrschenden Moral verurteilt, in römischer Zeit als »desertores«, die das »sacramentum militiae« gebrochen haben, mit dem Tod bestraft, in christlichen Zeiten auch mit Exkommunikation, geköpft, gehängt, für vogelfrei erklärt, in den feudalabsolutistischen Macht- und Militärstaaten, mit ihren Zwangswerbungen, barbarischen Drillmethoden und Soldatenverkäufen, systematisch gejagt, mit Alarmschüssen, Glockenläuten und Kopfprämien, wenn sie eingefangen wurden, wie die Hunde mit Prügeln traktiert, zum »Gassenlaufen« gezwungen, durch die Spießruten, oft mehrmals, Kleider abgerissen, drauflosgehauen, bis Fetzen geronnenen Blutes herunterhingen, in den modernen Nationalstaaten und ihren ideologisch verbrämten imperialistischen Kriegen als Feiglinge, Vaterlandsverräter, unterm Faschismus als entartete Volksfeinde abgestempelt, im zweiten Weltkrieg von furchtbaren Juristen immer massenhafter verurteilt und exekutiert, öffentlich aufgehängt mit schmähenden Pappschildern um den Hals: “Ich bin ein fahnenflüchtiger Feigling”, nach 1945 aufs gründlichste vergessen, verdrängt, keine Rehabilitation, keine materielle Entschädigung, keine kollektive Erinnerungs und Trauerarbeit für sie.

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Karl Kraus Der sterbende Soldat

Karl Kraus
Der sterbende Soldat
Hauptmann, hol her das Standgericht!
Ich sterb’ für keinen Kaiser nicht!
Hauptmann, du bist des Kaisers Wicht!

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Andersch, Alfred: Flucht in Etrurien.

Alfred Andersch (4. 2. 1914, München - 21.2. 1980, Berzona) ist eine der großen Gestalten und ein großer Gestalter der deutschen Nachkriegsliteratur. Er begann als Journalist, Redakteur, Herausgeber und Essayist, über den Thomas Mann schrieb: »Welche Wohltat ist die Stimme des Wissens und der loyalen Intelligenz inmitten des quälenden Geschreis der Dummheit«, und wurde als Romancier, Geschichtenerzähler, Reiseschriftsteller und Gelegenheits-Pamphletist gleich bedeutend.

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Enzensberger: Lob des Eigensinns

Thomas Kuczynski

Ein Buch, versehen mit dem Motto »Angst ist keine Weltanschauung«, tut diesem Lande immer gut. Wenn das Buch nicht nur das Leben eines einzelnen Mannes abhandelt, sondern das einer ganzen Familie (Ehefrau und sieben Kinder), die nach diesem Motto in Deutschlands finstersten Zeiten gelebt haben – um so besser. Wäre das Wort nicht so furchtbar vorbelastet, würde ich ja sagen, das Buch sollte an den Schulen zur Pflichtlektüre erklärt werden, damit junge Leute beizeiten und am konkreten Beispiel Schlauheit in der Widerständigkeit lernen können.

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Rolf Hochhuth im Porträt

"Der Stellvertreter"
Dass Schreiben nichts bewegt, trifft für den Autor Rolf Hochhuth nicht zu. Sein erstes Stück sorgte für den größten Eklat der deutschen Nachkriegstheatergeschichte. Im DokuDrama "Der Stellvertreter" fragte Rolf Hochhuth, ob Papst Pius XII. und die katholische Kirche durch ihr Schweigen eine Mitschuld an der Vernichtung der Juden durch das NSRegime treffe. Uraufgeführt wurde "Der Stellvertreter" 1963 von Erwin Piscator an der Freien Volksbühne Berlin. Anschließend erlebte das Stück Aufführungen in 28 Ländern. Seitdem gilt der Autor als einer der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten deutschen Dramatiker.

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Peter Maiwald Dementis zur Zeit


Nein: Ein Krieg ist das nicht
es ist ein Angriff.
Nein: Ein Angriff ist das nicht
es ist ein Gegenschlag.
Nein: Ein Gegenschlag ist das nicht
es ist ein langer Kampf.

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Schoeller, Wilfried F. (Hrsg.): Diese merkwürdige Zeit. Leben nach der Stunde Null

Schoeller, Wilfried F. (Hrsg.): Diese merkwürdige Zeit. Leben nach der Stunde Null. Ein Textbuch aus der "Neuen Zeitung".
Frankfurt am Main: Ed. Büchergilde, 2005. 703 S., gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag. ISBN 3936428425  18 Euro
Die Geschichte der Neuen Zeitung, der bedeutendsten deutschen Nachkriegszeitung, ist die einmalige Dokumentation des Zusammentreffens der geistigen Elite und zugleich eine politisch-literarische Chronik von der Trümmerzeit bis zu den Aufbaujahren in beiden deutschen Staaten. Sie zeigt, mit welchen Werten, Zweifeln, seelischen Erschütterungen, Hoffnungen, welcher Trauer und mit welch demokratischem Willen die Nachkriegsjahre in Deutschland gestaltet worden sind.

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Kinderschuhe aus Lublin

Kinderschuhe aus Lublin

Ich bin die deutsche Märchentante!
Die gute deutsche Puppenfee.

’s ist Zeit, ihr Püppchen, angetreten!
Was fällt euch ein denn, hinzuknien.
Auf, lasst uns singen und nicht beten!
Es scheint die Sonne in Lublin!“

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Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. - Selbstverständnis - Aufgaben

Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz
Die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. ist ein deutscher Verein, der sich für die Rehabilitierung von Opfern der NS-Militärjustiz (z.B. Deserteuren, Kriegsdienstverweigerern...) einsetzt.

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Opfer der NS-Militärjustiz

Opfer der NS-Militärjustiz
Als Opfer der NS-Militärjustiz gelten Personen, die von Militärgerichten im 3.Reich verurteilt wurden. Dazu zählen auch Militärgerichte, Feldgerichte und Ersatzgerichte.
Die Urteile gegen bestimmte Opfergruppen wurden erst sehr spät aufgehoben, das Eintreten für eine Rehabilitierung stellte einen langwierigen Prozess dar.

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Dokumente und Presse




Dokumente und Presse zum Thema Desertion, Kriegsdienstverweigerung von deutschen Soldaten während des 2. Weltkrieges. NS Wehrmachtsjustiz. Unrecht was weit in die Zeit nach Beendigung des Krieges andauerte und andauert.

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Kai Funk Plakatausstellung: "Deserteure sind Helden"


Besuchen Sie die homepage: http://www.funck.de/index.php?pcid=3&pdid=16 der Kai Funk Ausstellung:

Überlebende Opfer der Wehrmachtsjustiz

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Das Unrecht an den Deserteuren

Das Unrecht an den Deserteuren
Ludwig Baumann

Auf Hitlers Weisung »Der Soldat kann sterben, der Deserteur muß sterben« wurden über 30 000 Deserteure, Wehrkraftzersetzer und Kriegsdienstverweigerer zum Tode verurteilt. Gegen mehrere 10 000 wurden Zuchthausstrafen verhängt. Über 20 000 Todesurteile wurden vollstreckt. Überlebt haben das Grauen in den KZs und Strafbataillonen keine 4000 von uns. Heute sind wir vielleicht noch 30.

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Leipziger Erklärung der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. vom 31.Oktober 2007

Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.
gemeinnützig anerkannter Verein
28757 Bremen Aumunder Flur 3 Telefon und Fax 0421/665724

Die sächsische Landesregierung hat es nach Jahren grundsätzlicher Kritik an ihrer Politik bisher nicht vermocht, eine Lösung der erinnerungspolitischen Probleme in Sachsen zu er-möglichen. Angesichts der aktuellen Neubesetzung der Gremien der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (StSG) teilt die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz deshalb heute mit, dass wir keine Voraussetzungen sehen, unsere Mitarbeit im Rahmen der Stiftung Säch-sische Gedenkstätten wieder aufzunehmen. Unsere Gründe enthält die nachfolgende Erklä-rung der NS-Opfer-Verbände*: 
Leipziger Erklärung

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Kurzinformation der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.


Die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz wurde 1990 als Zusammenschluss von betroffenen Opfern gegründet. Der eingetragene Verein hat den Zweck, bundesweit für die gesellschaftliche Rehabilitierung und materielle Entschädigung der Opfer der Militärjustiz unter dem Nationalsozialismus einzutreten. Die Mitglieder, der Vorstand und der wissenschaftliche Beirat der Bundesvereinigung engagieren sich für diese Ziele.

Opfer der Militärjustiz sind Menschen, die sich dem nationalsozialistischen Krieg widersetzten und deshalb wegen Kriegsdienstverweigerung, Fahnenflucht  (Desertion) oder wg. Wehrkraftzersetzung verurteilt wurden - die meisten von ihnen zum Tode. Von den rd. 30.000 Todesurteilen der NS-Militärjustiz gegen Wehrmachtdeserteure wurden über 16.000 vollstreckt. Die anderen Verurteilten erlitten Verfolgung, Inhaftierung in Todeszellen, Zwangsarbeit in Konzentrationslagern und Einsatz in Strafkompanien - viele verstarben dabei. Nur sehr Wenige überlebten die Torturen.

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