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Engagement für vergessene NS-Opfer


Überlebende der Shoa und andere rassisch Verfolgte in der ehemaligen Sowjetunion, Kriegsgefangene und ehemalige „Ostarbeiter“ hatten in der Nachkriegszeit kein offizielles Wort der Entschuldigung aus Deutschland vernommen. Es hat lange gedauert, bis sich Gesellschaft und Politik in Deutschland der „vergessenen“ NS-Opfer in Osteuropa erinnerten.

Es bedurfte der Drohung US-amerikanischer Anwälte mit einer Sammelklage gegen deutsche Unternehmen, bis sich die einstigen Profiteure der Zwangsarbeit zur Zahlung bereit erklärten. Erst im Jahr 2000 wurde ein Fonds der Wirtschaft und des Staates mit 10 Milliarden DM vorrangig für ehemalige NS-Zwangsarbeiter eingerichtet. Die Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ begann in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in den Empfängerländern mit der Auszahlung. Am 11. Juni 2007 erklärte das Kuratorium der Bundesstiftung das formelle Ende der Auszahlung an ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer. 1,665 Millionen Überlebende und deren Erben hatten Leistungen bezogen.

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. entwickelte schon im Vorfeld der Auszahlungen mit dem Aufruf zur Soforthilfe eigene Solidaritätsaktionen in der Ukraine. Reisegruppen übergaben Spendenbeiträge persönlich an Bedürftige, die als so genannte „Ostarbeiter“ zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert worden waren. Es wurden mehrere „Ostarbeiter“-Gruppen an die Orte ihrer Zwangsarbeit eingeladen.

Danach setzten wir den Schwerpunkt auf die Solidarität mit ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen. Schließlich wurde in Abstimmung mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ ein Bürger-Engagement ins Leben gerufen, das möglichst viele jener NS-Geschädigten zu erreichen versucht, die keine Mittel aus den Fonds von Staat und Wirtschaft erhielten. Dazu zählen neben den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen jüdische Verfolgte, die im Versteck überlebten. Der Vorsatz, auch die große Gruppe der nicht deportierten Zwangsarbeiter zu begünstigen, die im eigenen Land unter der deutschen Besatzungsmacht Zwangsarbeit leisteten, konnte nicht erfüllt werden.

http://www.kontakte-kontakty.de/deutsch/ns-opfer/index.php

Lesen Sie bitte die Briefe der Überlebenden, die Freitagsbriefe.

http://www.kontakte-kontakty.de/deutsch/ns-opfer/freitagsbriefe/index.php

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