Georg-Elser-Initiative Bremen e.V. > 2008 "Weinrebs Liste" > - Stille Helden > Ausstellung: Hans Calmeyer und die Judenrettung in den Niederlanden
Ausstellung: Hans Calmeyer und die Judenrettung in den Niederlanden

 

28 Tafeln (50 x 70 cm).

 

Die Ausstellung thematisiert das Leben und Werk des Osnabrücker Rechtsanwalts Hans Calmeyer (1903–1972), der während der deutschen Besatzung der Niederlande Tausende von Juden vor der Deportation und damit vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern bewahrte. Sie wird am 23. Juni 2003 anläßlich Calmeyers 100. Geburtstag eröffnet. Schwerpunkt der Ausstellung ist Calmeyers Zeit in den Niederlanden. Thematisiert wird, wie die „Dienststelle Calmeyer“ in die deutsche Besatzungsverwaltung eingebettet war und wie es gelang, bürokratische Freiräume für die Rettung von Juden zu schaffen. Aus den Quellen geht dabei hervor, daß Calmeyer zwar im Verbund mit Mitarbeitern seiner Dienststelle und vertrauten Niederländern zusammenarbeitete – der Motor und Zentrum der Rettungsaktion war er indes selbst. Wie kam es dazu? Wie geriet Calmeyer in diese Dienststelle? Worin liegt die Besonderheit seiner Rettungsaktion? Wer waren seine Gegner? Dargelegt wird, wie Calmeyer zu einem Menschen wurde, der innerhalb des NS-Systems sich gegen die Barbarei des Holocausts stellte. Deshalb wird Calmeyers Leben vor und nach seiner Zeit in den Niederlanden ebenfalls dokumentiert. Die Leitfrage dazu lautet: Welche Faktoren prägten Calmeyers Lebensweg maßgeblich, bevor er Verwaltungsjurist in den Niederlanden wurde? Die Ausstellung endet nicht mit dem Kriegsende 1945. Calmeyer hat sich bis an sein Lebensende mit dem Niederlandethema beschäftigt. Die Kernfragen für diese Perioden lauten: Inwieweit war Calmeyer in der Lage, sein Handeln einzuordnen und zu rechtfertigen? Wie reagierte das Nachkriegsdeutschland auf einen „Judenretter“ wie Calmeyer? Wie sieht die Calmeyer-Rezeption bis heute aus? Die Ausstellung wird informativ sein, administrative Vorgänge auch für den bürokratischen Laien anhand von Dokumenten (Schriftstücke, Photographien) und Graphiken leicht verständlich darstellen und, z.B. anhand von Zeitzeugenaussagen und der Darstellung von Einzelfällen, einzelne Aspekte personalisieren, um sie anschaulicher zu gestalten. Die Zielsetzung der Ausstellung ist letztlich die Förderung des Informationsstandes über das Wirken Calmeyers und seiner Dienststelle für eine breite Öffentlichkeit.

Wanderausstellungen des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums

Gegen Übernahme der Transport und Versicherungskosten können folgende Wanderausstellungen vom Erich Maria Remarque-Friedenszentrum entliehen werden. Gerne sind wir auch bei der Gestaltung eines Rahmenprogramms behilflich.

http://www.remarque.uos.de/

http://www.remarque-zentrum.de/






Zurück