Ludwig Baumann Radio Bremen Gesprächszeit 06 März 2009

Gesprächszeit
Ludwig Baumann
Vorsitzender der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.
Ludwig Baumann zu Gast im Nordwestradio im Weserhaus [Quelle: Radio Bremen]
Ludwig Baumann, 87, geboren und aufgewachsen in Hamburg, ist Deserteur des Zweiten Weltkriegs.

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Gedenken an Opfer der Wehrmachtsjustiz

Wanderausstellung in der Unteren Rathaushalle
(Quelle: Radio Bremen)
In Bremen wird heute um 16 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die an die Opfer der Wehrmachtsjustiz erinnert. Der Titel: "Was damals Recht war…. Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht". In der Unteren Rathaushalle werden die Lebensgeschichten von Menschen nachgezeichnet, die im zweiten Weltkrieg zu Unrecht verurteilt wurden. Die Wanderausstellung wurde von der Stiftung "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" entwickelt und reist seit 2007 durch Deutschland.

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Grausame Todesurteile gegen Deserteure

Zivilisten vor Gericht
Grausame Todesurteile gegen Deserteure.

Nazi Richtern reichte es schon, wenn ein Soldat von einer angeblichen Verschwörung wusste, um ihn zum Tode zu
verurteilen.
Eine Ausstellung in der unteren Rathaushalle in Bremen erinnert daran. Heute kam es dort zu einer denkwürdigen Begegnung.

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Bundestag streitet über Rehabilitierung von «Kriegsverrätern»

ddp on 29 Mai, 2009 16:53:03
Grundlage war ein Gesetzentwurf «zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile»
Schlagworte:  Bundestag Justiz NS-Militärjustiz ( Bundestag Justiz NS-Militärjustiz )

Berlin (ddp). Eine Entscheidung über die Rehabilitierung aller Opfer der NS-Militärjustiz ist weiter nicht in Sicht. SPD, Grüne und Linke sprachen sich am Freitag im Bundestag dafür aus, die während des Zweiten Weltkriegs gesprochenen Urteile wegen «Kriegsverrats» pauschal aufzuheben. Die Union lehnte das ab. Grundlage der Debatte war ein Bericht des Rechtsausschusses über einen Gesetzentwurf der Links-Fraktion «zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile».

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Die NS-Justiz verfolgt ihre Opfer heute noch

taz 29. Mai 2009
KRIEGSVERRÄTER
Die NS-Justiz verfolgt ihre Opfer heute noch

Opfer der NS-Militärjustiz gelten in der Bundesrepublik heute noch als vorbestraft und als Verbrecher. 15 "Kriegsverräter"-Fälle dokumentiert eine Ausstellung VON KLAUS WOLSCHNER
Ludwig Baumann mit der Urteils-Kopie von 1942. Erst 2002 hob der Bundestag das NS-Urteil auf  
Es ist sicherlich ein zufälliges Zusammentreffen: Heute debattiert der Bundestag in Berlin über die Frage, ob die Urteile der NS-Justiz gegen so genannte "Kriegsverräter" pauschal aufgehoben werden sollen. Und in Bremen wird heute Nachmittag eine Ausstellung unter dem Titel "Was damals Recht war..." eröffnet, in der die Kontinuität der Justiz über das Jahr 1945 hinweg Thema ist.

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Karrieren der Nazi-Richter und Leiden der Opfer

Kreiszeitung:
Ausstellung ′Was damals Recht war...′ skizziert Karrieren der Nazi-Richter und Leiden der Opfer
Bremen wird vom 29. Mai bis 28. Juni zur elften Station der Wanderausstellung ´Was damals Recht war...´

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Eine bewegende Stunde

"Eine bewegende Stunde"
Die Ausstellung 'Was damals Recht war...' ist vor allem den Opfern der NS-Militärjustiz gewidmet
Festakt im Bremen mit Ludwig Baumann (v.l.), Bürgermeister Jens Böhrnsen und Manfred Messerschmidt.Foto: Bahlo
30.05.2009 · Von Jörg Esser
BREMEN "Mit dieser Ausstellung ist ein später Traum in Erfüllung gegangen", sagte Ludwig Baumann, "das ist eine bewegende Stunde." Baumann wurde im Juni 1942 von einem Militärgericht als Deserteur zum Tode verurteilt. Mit Glück überlebte der heute 87-Jährige den Krieg. Jetzt endlich widmet sich eine Ausstellung in der Unteren Rathaushalle den Opfern der NS-Militärjustiz.

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NS-Täter und Opfer in Grautönen

Weser-Kurier 29. Mai 2009
NS-Täter und Opfer in Grautönen
Bremer Ausstellung über Wehrmachts-Gerichte will differenziertes Bild zeichnen
Von Rainer Kabbert
Bremen. Der Uniformierte vor dem Erschießungskommando, der Mann in Zivil mit Schlinge um den Hals: Zwei Fotos einer Ausstellung, die heute im Bremer Rathaus von Bürgermeister Jens Böhrnsen eröffnet wird. „Was damals Recht war…“-Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht.

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Die dunkle Vergangenheit des Vaters

Weser-Kurier 30. Mai 2009
Die dunkle Vergangenheit des Vaters
Bernd Göller erfuhr erst 2008 von den Todesurteilen des damaligen Marinerichters
Von Stefanie Bettinger
Bremen. Zwei Unterschriften, die eine unter dem Zeugnis des eigenen Sohnes, die andere besiegelte den Tod eines gleichaltrigen Jungen. Es waren beide Male dieselbe Handschrift, kein Zweifel. 2008 erfuhr Bernd Göller, dass sein Bater im Zweiten Wdltkrieg als Marinestabsrichter Deserteure zum Tode verurteilt hat. Heute hält der Sohn Kontakt zu den Angehörigen eines Opfers.

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Freier Blick auf NS-Justiz als Terrorinstanz

Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier, Donnerstag, 04. Juni 2009
Freier Blick auf NS-Justiz als Terrorinstanz
Studenten führen durch die Ausstellung „Was damals Recht war…“ in der unteren Rathaushalle
Von Detlev Scheil
Horn-Lehe-Altstadt. Verräter, Drückeberger, Feiglinge: Teilweise werden auch 64 Jahre nach dem Kriegsende inner noch Soldaten, die bei Hitlers „totalem Krieg“ nicht mehr mitmachen wollten und desertierten, so verunglimpft. Rasmus Grunow, Student der Rechtswissenschaften, sieht das ganz anders. Er gibt dem kürzlich vom Bremer Senat geehrten Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann vollkommen recht, der immer wieder fragt: „Was konnte man besseres tun, als den Vernichtungskrieg zu verraten?“

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Dieter Schenk spricht über früheren Bremer Richter Kurt Bode

Weser-Kurier Stadtteilkurier vom 17.6.2009
ZEITUNG FÜR SCHWACHHAUSEN • HORN-LEHE • OBERNEULAND • BORGFELD

Karriere trotz NS-Belastung
Dieter Schenk spricht über früheren Bremer Richter Kurt Bode

Altstadt (scd). Erst durch Dieter Schenks Buch "Die Post von Danzig - Geschichte eines deutschen Justizmords" wurde 1996 die Nazi-Vergangenheit von Kurt Bode, nach dem Krieg Richter am Oberlandesgericht Bremen, bekannt. Am Mittwoch, 17. Juni, ist Schenk, der als Kriminalbeamter beim Bundeskriminalamt tätig war, im Rahmen der Ausstellung "Was damals Recht war" in Bremen zu Gast und berichtet ab 19 Uhr auf einer öffentlichen Veranstaltung im Schwurgerichtssaal des Landgerichts, Domsheide 16, über seine Recherchen.

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Kriegsverrat bleibt ein Tabu

Weser-Kurier 20.06.2009
Kriegsverrat bleibt ein Tabu
Rehabilitierung verzögert sich / Historiker spricht in Bremen

Von Mario Assmann
Bremen. Ausgebremst, kurz vor dem Ziel. Nach jahrelangem Streit ist die Rehabilitierung sogenannter Kriegsverräter jetzt greifbar nahe gewesen. Doch seit Mittwoch steht fest: Wenn nicht noch eine faustdicke Überraschung gelingt, muss sich auch der 17. Bundestag mit der Hängepartie beschäftigen. Zu denjenigen, die dies bedauern und für eine Aufhebung der Urteile aus dem Zweiten Weltkrieg plädieren, gehört der Historiker Wolfram Wette. Am Montag spricht er in Bremen über „das letzte Tabu. NS-Militärjustiz und Kriegsverrat“.

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NS-Militärjustiz und "Kriegsverrat" Wolfram Wette

Weser-Kurier, Stadtteilkurier  22.06.2009
NS-Militärjustiz und "Kriegsverrat"
Wolfram Wette spricht heute Abend

Altstadt (xck). "Das letzte Tabu. NS-Militärjustiz und Kriegsverrat" ist der Titel eines  Vortrags, den Professor Wolfram Wette von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am heutigen Montag ab 19.30 im Domkapitelsaal, Domsheide 8, hält. Auf Einladung der Bremer Stiftung „Die Schwelle“ spricht Wette über Männer, die zwischen die Mühlen der NS-Justiz gerieten. 
Als „Kriegsverräter“ gebrandmarkt wurden die Wehrmachtssoldaten zum Tode verurteilt. Wer entkam, wurde von einstigen Kriegskameraden mitunter noch Jahrzehnte später als Verräter, Feigling oder Drückeberger beschimpft. Der Deutsche Bundestag hat die verurteilten Soldaten bis heute nicht in seine Rehabilitierungspolitik einbezogen.

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Ermittlungen zur Shoah. Ein Bremer Justizskandal 1964 – 1970

Warum Nazi-Täter ungestraft blieben
Ermittlungen zur Shoah: Christoph Schminck-Gustavus berichtet am Mittwoch über einen Bremer Justizskandal
Von Detlev Scheil
 Schwachhausen ·Altstadt. Ihnen wurde gesagt, sie würden in "neue Heimstätten im Osten umgesiedelt". Und die Juden in Joannina im Nordwesten Griechenlands glaubten es, als sie am 25. März 1944 zum Abtransport zusammengetrieben wurden. Tatsächlich endete die qualvolle Reise dieser 1715 Juden in Auschwitz, wo fast alle in den Gaskammern umgebracht wurden.
Der Bremer Gestapo-Beamte Friedrich Linnemann war an der Deportation der griechischen Juden unmittelbar beteiligt. Nach dem Krieg wurde wegen Mordes gegen ihn ermittelt. Doch letztlich blieb er unbehelligt - aufgrund eines Justizskandals, den der Rechtsprofessor Christoph Schminck-Gustavus aus Schwachhausen detailliert recherchiert und dokumentiert hat.

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02.07.2009 Tagesschau Große Koalition will NS-Kriegsverräter rehabilitieren


Tagesschau und Tagesthemen:
Große Koalition will NS-Kriegsverräter rehabilitieren
64 Jahre nach Kriegsende

Große Koalition will "Kriegsverräter" rehabilitieren
Die Rehabilitierung sogenannter Kriegsverräter steht kurz bevor. Nach heftigem Ringen in der Koalition hat die Union der SPD angeboten, noch in dieser Woche über einen Gesetzentwurf zur pauschalen Aufhebung der betreffenden NS-Urteile zu sprechen und bereits am 26. August im Bundestag abzustimmen.

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