Gedenken an Opfer der Wehrmachtsjustiz

Gedenken an Opfer der Wehrmachtsjustiz
Wanderausstellung in der Unteren Rathaushalle  (Quelle: Radio Bremen)

In Bremen wird heute um 16 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die an die Opfer der Wehrmachtsjustiz erinnert. Der Titel: "Was damals Recht war…. Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht". In der Unteren Rathaushalle werden die Lebensgeschichten von Menschen nachgezeichnet, die im zweiten Weltkrieg zu Unrecht verurteilt wurden. Die Wanderausstellung wurde von der Stiftung "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" entwickelt und reist seit 2007 durch Deutschland.

Insgesamt 30.000 Menschen wurden von Wehrmachtsgerichten wegen zum Teil banalster Vergehen zum Tode verurteilt. 20.000 Verurteilte wurden tatsächlich hingerichtet, die übrigen verbüßten ihre Strafe unter schwersten Bedingungen in Gefängnissen und Straflagern. Erst 2002 hob der Bundestag viele der zu Unrecht gefällten Urteile auf, bis dahin galten die Verurteilten als vorbestraft. Für sogenannte Kriegsverräter gelten aber nach wie vor Ausnahmen. Heute wird im Bundestag ein Gesetzentwurf debattiert, der auch diese Menschen rehabilitieren soll. Bei der Ausstellungseröffnung in der Unteren Rathaushalle in Bremen wird auch der Überlebende der Wehrmachtsjustiz, Ludwig Baumann, anwesend sein. Geöffnet ist Ausstellung täglich bis zum 28. Juni, der Eintritt ist frei.

URL: http://www.radiobremen.de/kultur/nachrichten/kulturwanderausstellung100.html

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