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Der Abbau Sozialer Sicherungssysteme untergräbt die Demokratie

Foto_Prof_Rudolf Bauer
Der Abbau sozialer Sicherungssysteme untergräbt die Demokratie – Sozialabbau als Rekrutierungshilfe für die Bundeswehr?

Vortrag Prof. Dr. Rudolf Bauer

Mittwoch, 10. Juni, 10.30 Uhr
DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22
Hans-Böckler-Saal

Veranstalter: Ver-di-Erwerbslosenausschuss, Solidarische Hilfe, Bremer Montagsdemo, Georg-Elser-Initiative Bremen e.V.


In seinem Vortrag untersucht Professor Bauer, wie wachsende Arbeitslosigkeit, Armut und fehlende Berufsperspektiven besonders unter Jugendlichen die Legitimation der parlamentarischen Demokratie erschüttern. Außerdem gehr der der Frage nach, ob Arbeitsverwaltung und Bundeswehr die Jugendarbeitslosigkeit für Werbung zur Bundeswehr nutzen.

Professor Dr. Rudolph Bauer ist bildender Künstler, Dichter, Wissenschaftler. Er studierte u.a. bei Th. W. Adorno und Jürgen Habermas. War aktiv in der Studentenbewegung.

Bis 2002 lehrte und forschte Rudolph Bauer als Professor für Sozialpädagogik / Sozialarbeitswissenschaft an der Universität Bremen. Scherpunkte seiner Forschung und Lehre in den letzten Jahrzehnten: Nationalsozialismus, soziale Bewegungen, Sozialpolitik und Not-Profit-Organisationen.

Der Vortrag Professor Bauers wird zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle veöffentlicht.

Rudolp Bauer Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

1. NEU: Beitrag in Ingo Bode / Adalbert Evers / Ansgar Klein, Bürgergesellschaft als Projekt. Eine Bestandsaufnahme zu Entwicklung und Förderung zivilgesellschaftlicher Potenziale in Deutschland, Wiesbaden 2009:

Ein kritischer Bericht

Es klingt für wahr paradox: Eine Organisation der Zivilgesellschaft, deren Repräsentanten die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements auf ihre Fahnen geschrieben haben, unterläuft die genuinen Anliegen der Bürgergesellschaft im Interesse eines elitebürgerlichen Projekts. Oder: Eine gemeinnützige Organisation nutzt ihren privilegierten Zugang zu den Medien, um eine unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Steuerpolitik zu fordern mit dem Ziel, den Staat in seinen gesellschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, was dann wiederum durch vermehrtes bürgerschaftliches Engagement ausgeglichen werden soll. Oder weiter: Eine nicht-staatliche Nonprofit-Organisation fordert „weniger Staat“ und besitzt die Aktienmehrheit eines Konzerns, von dessen Tochterunternehmen eines sich anschickt, Dienstleistungsaufgaben der öffentlichen Verwaltung zu übernehmen und gewinnbringend in privatwirtschaftlicher Regie zu betreiben.

http://medienwatch.wordpress.com/burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt/

2. Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung vom 30.03.2007:
http://www.nzz.ch/2007/03/30/em/articleEW1KK.print.html

3. Beitrag in der Festschrift für Friedrich Ortmann:
http://www.anti-bertelsmann.de/2007/OrtmannFestschrift-RBauer.pdf

4. Beitrag in den "Blättern für deutsche und internationale Politik" 8/2007:
http://www.anti-bertelsmann.de/2007/baue0708.pdf

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